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Renate Künast zu Gast im Chat

Renate Künast ist nicht nur bundesweit bekannte Spitzengrüne und Ex-Ministerin, sondern führt auch den Berliner Landesverband ihrer Partei als Spitzenkandidatin in den Wahlkampf. Am heutigen Dienstag zwischen 17 und 18 Uhr stellt sie sich im Tagesspiegel-Chat Ihren Fragen, liebe Leserinnen und Leser. Werden die Grünen nach der Bundestagswahl überhaupt eine Machtoption haben? Was für Änderungen im Steuerrecht plant die Partei - und wie würde Sie das betreffen? Wie stehen die Grünen, die einst unter Schmerzen den Kosovo-Krieg mittrugen, zu einem möglichen Militäreinsatz in Syrien? Diese und andere Fragen können Sie heute direkt mit Renate Künast diskutieren. zum Artikel

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Archivierte Diskussion - Nachrichten in chronologischer Reihenfolge

  • @Biggi_Brause: Der Einsatz von Giftgas war ein Tabubruch, der nicht ohne Reaktion bleiben darf. Aber die Reaktion muss von der Staatengemeinschaft in der UN vereinbart werden. Russland und China müssen aufgefordert werden, sich auch zu verhalten, weil sie bisher Assad stützen. Ich bin klar gegen einen militärischen Einsatz, der würde "Sprengkraft" weit über Syrien hinaus haben. Als erstes sollten wir jetzt endlich die 5000 Flüchtlinge aufnehmen, die versprochen waren.

  • Frau Künast, ich möchte wissen, warum ich als Frau grün wählen sollte, eine BundeskanzlerIN wird es mit Ihnen ja wohl nicht geben?

  • Sehr geehrte Frau Künast,
    bleibt es dabei, dass die Grünen nach der Bundestagswahl keine Koalition mit der CDU eingehen werden?

  • @m4x: Jetzt braucht es klare Ansagen gegenüber UK und USA. Gegenüber UK muss ein europäisches Vertragsverletzungsverfahren angeschoben werden. Gegenüber den USA meine ich, dass die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen unterbrochen werden sollen, bis die USA zugesagt haben, das Datenschutzrecht zu respektieren. Übrigens: Merkel bremst bisher die europäische Datenschutzgrundverordnung aus. Wir Grüne wollen aber ein hohes Niveau in der EU.

  • @Provinzler: Es muss Schluss sein mit Hungerlöhnen von denen kein Mensch leben kann. 8,50 Euro gesetzlicher Mindestlohn für Alle sind unbedingt notwendig. Das wird die erste Maßnahme einer rot-grünen Bundesregierung, noch in den ersten 100 Tagen.

  • @bimbamrutsch: Unter Schwarz-Gelb hat es keinerlei Verbesserungen für Frauen gegeben. Wir Grüne wollen einen gesetzlichen Mindestlohn (kommt besonders Frauen zu Gute, die ja viele Jobs im Niedriglohnbereich haben) und wir sorgen gesetzlich für die gleiche Bezahlung von Frauen und Männern. Beides ganz wichtig, weil Frauen nicht nur heute mehr Geld haben sollen, sondern es sich auch bei der Rente auszahlt.

  • @RainerWeber: Klar ist, dass Zuschauen keine Lösung ist, da gebe ich Ihnen Recht. Gegen Bandenkriminalität können wir nur dann wirksam etwas unternehmen, wenn wir für eine kompetente, gut personell ausgestattete Polizei sorgen. Aber vor allem müssen wir bei den Jugendlichen und schon in der Schule ansetzen. Denn wir müssen andere Perspektiven im Leben bieten, als schlechte Vorbilder nachzuahmen.

  • Ich stimme Ihnen zu, dass in Syrien eine Grenze überschritten wurde. Aber: Beim Völkermord in Ruanda starben mehr als 800.000 Menschen - und es interessierte niemanden so richtig. Ist Syrien jetzt nur wichtig, weil es um den Nahen Osten und das dortige Öl geht?

    Quote @Biggi_Brause: Der Einsatz von Giftgas war ein Tabubruch, der nicht ohne Reaktion bleiben darf. Aber die Reaktion muss von der Staatengemeinschaft in der UN vereinbart werden. Russland und China müssen aufgefordert werden, sich auch zu verhalten, weil sie bisher Assad stützen. Ich bin klar gegen einen militärischen Einsatz, der würde "Sprengkraft" weit über Syrien hinaus haben. Als erstes sollten wir jetzt endlich die 5000 Flüchtlinge aufnehmen, die versprochen waren.
  • Unter welchen Bedingungen und für welche Länder sollen Eurobonds eingeführt werden?

  • @Martinmichaelis: Mieten haben sich zur sozialen Frage entwickelt – und Schwarz-Gelb hat das vier Jahre lang ignoriert und der Immobilienwirtschaft goldene Zeiten beschert. Wir wollen die bei der Wiedervermietung Erhöhungen auf maximal 10% über der Vergleichsmiete beschränken, wo Wohnungsmangel vorherrscht. Interessant ist: im Wahlkampf haben CDU/CSU plötzlich Angst um die Stimmen der Mietrinnen und Mieter bekommen und versprechen eine „Mietpreisbremse“.Wir Grünen haben genau dies im Bundestag schon zweimal beantragt. Doch CDU, CSU und FDP haben abgelehnt.
    Und ausserdem brauchen wir auch in Tempelhof Wohnungsneubau, aber immer mit der Bedingung (egal ob Wohnungsbauges. oder Private) mindestens 20% preiswerten Wohnraum zu bauen. Ist doch logisch, denn wir haben Zuzug in Berlin.

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