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Diskutieren Sie mit Harald Martenstein

Fehlt den Schülern in Berlin der Druck? Ist die Stadt zu gewalttätig? Und hängt das eine vielleicht mit dem anderen zusammen? Harald Martenstein hat zuletzt für viel Aufsehen in der Tagespiegel-Community gesorgt. Heute können Sie liebe Leserinnen und Leser den Autor selbst befragen. Von 14 bis 15 Uhr in unserem Live-Chat! zum Artikel

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Archivierte Diskussion - Nachrichten in chronologischer Reihenfolge

    • 29. Oktober
    • jdw
    • 13:55:28 Uhr

    Lieber Herr Martenstein, zunächst vielen Dank für Ihre ehrlichen Artikel. Sie sprechen an, was viele hier in Berlin zur Zeit erleben und bewegt. Meine Frage: Glauben Sie persönlich, dass mehr Überwachung und ggf. härtere Strafen (vieleicht nach dem Vorbild von R. Giuliani in NYC) die Gewalt eindämmen könnte?

  • @jdw: Von härteren Strafen halte ich nicht viel. Sehr viel halte ich davon, die geltenden Gesetze anzuwenden und durchzusetzen. Straffällige Jugendliche sollten vor allem schnell eine Antwort auf die mit ihrer Tat formulierte Frage "darf ich das?" erhalten.

  • @kririscherdenker: Es gibt eben verschiedene Meinungen.

  • @WoWue: Klingt vernünftig. Viele sehen in der Polizei ein Repressionsintstrument. Wenn man mal in einer gefährlichen Situation ist, ändert man oft seine Meinung.

    • 29. Oktober
    • eteco
    • 14:01:22 Uhr

    Guten Tag Herr Martenstein,
    Habe Ihren letzten Artikel gelesen und stimme Ihnen zu. Nur, wenn man sieht wie wenig sich hier tutm dann ist erkennbar, dass das grundsätzliche Problem nicht zur Kenntnis genommen wird. Daher denke ich, die Medien insgesamt müssen auch ihren Beitrag zur Verbesserung der gesellschaftspolitischen Einstellung beitragen. Es ist so, daß die Wertevorstellungen in den Keller gerutscht sind. Eltern, Politik aber auch Medien, Verbände und Konfessionsgruppen sind gefragt. Das gleichzeitig eine Ausnutzung der juritistischen Gegebeheiten erfolgen müßte ist auch klar. Dafür benötigen wir nicht einmal neue Gesetze sondern schnelleren und härteren Durchgriff.

    • 29. Oktober
    • WoWue
    • 14:01:26 Uhr

    Lieber Harald Martenstein, in einem Essay für die Zeit schreibt der Berliner Kriminalpsychiater Hans-Ludwig Kröber ua: "Das Wichtigste bei der Einhegung, Kanalisierung und Entschärfung von Gewalt ist ein sichtbares und wirksames Auftreten der Repräsentanten staatlicher Gewalt. Ich meine damit Polizei und Strafjustiz.(...) Der Staat muss ihnen als Respektsperson entgegentreten."
    Wie stehen Sie zu dieser Auffassung?
    Beste Grüße
    herzlich
    Wolfgang Würz

  • Herr Martenstein, wie erklären Sie sich, dass einerseits mehrere Neuköllner Initiativen die Aussagen aus Buschkowskys Buch zurückweisen, während andererseits Güner Balci (die früher als Sozialarbeiterin in Neukölln gearbeitet hat) dem Buch bescheinigt, die Realität wiederzugeben, und auch der Integrationsverein Peri e. V. Buschkowskys Befunde laut einer Pressemitteilung teilt und ihm volle Solidarität ausspricht? (Nicht zu vergessen die hohe Meinung, die die verstorbene Jugendrichterin Kirsten Heisig von Buschkowsky hatte...)

    • 29. Oktober
    • eteco
    • 14:01:56 Uhr

    Zum Teil hat sich mein Statement mit Ihrer Antwort an @jdw überkreuzt

  • @eteco: Davon, die Medien als eine Art Volkserzieher einzusetzen, halte ich nichts. Das klingt ein bisschen nach Diktatur, oder nicht?

    • 29. Oktober
    • eteco
    • 14:03:47 Uhr

    So habe ich das nicht gemeint, aber ich sehe eine Verpflichtung der Aufklärung

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