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Diskutieren Sie mit Harald Schumann

Heute haben Sie, liebe Leserinnen und Leser, ab 14 Uhr die Gelegenheit, mit Tagesspiegel-Wirtschaftsreporter Harald Schumann live zu chatten. Sein Buch "Die Globalisierungsfalle" ist ein Bestseller, und er wird sich zu den ökonomischen Ursachen und vor allem den sozialen Folgen der globalen Finanzkrise äußern. Kann die europäische Schuldenkrise überhaupt gelöst werden - und wenn ja, wie? Ist es richtig, Griechenland weitere Hilfen zukommen zu lassen? Ist das Krisenland noch geeignet für den Euro? Was hat die Politik aus der Finanzkrise gelernt? Ist eine Finanzmarkttransaktionssteuer das richtige Instrument, kommt sie überhaupt? Drohen soziale Unruhen? Sie haben die Möglichkeit, direkt mit Harald Schumann zu diskutieren und ihm Fragen zu stellen. Der Chat wird moderiert, das heißt, jeder Beitrag wird geprüft und dann gegebenenfalls freigeschaltet. Maßgeblich für die Veröffentlichung sind unsere Allgemeinen Community-Richtlinien. zum Artikel

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Archivierte Diskussion - Nachrichten in chronologischer Reihenfolge

  • @Kapitalismus-macht-krank
    Sie ist weit größer, als sie bei einer vernünftigen Lohn- und Steuerpolitik sein müsste. Hätten wir mit den Hartz-Reformen gleich einen flächendeckenden Mindestlohn eingeführt, hätten wir die Bemessungsgrenzen in der Sozialversicherung nicht und dafür niedrigere Beiträge für Niedriglöhner usw, dann gäbe es viel weniger arme Menschen in deutschland und dies würde gleichzeitig die Nachfrage erhöhen und uns weniger exportabhängig machen

  • Armut ist doch eine Definitionsfrage. Ist bei uns "ARmut" wirklich richtiug definiert?

  • Hartz 4 und die Agenda war doch der geplante Einstieg in Armut und Dumpinglohn.
    Keine politische Kraft wollte jemals den flächendeckenden Mindestlohn einführen.

  • @Berlijoey
    Sie haben recht, so ist der Euro nicht zu retten. Aber ein Austritt ist eben auch nicht die Lösung. Was iegentlich not tut, ist im Fall Spanien die Beteiligung der Gläubiger der Pleitebanken. Bisher ist es so, dass all die Investoren, die vor allem aus D und F kommen und die Immobilienbalse finanziert haben, für ihre schlechten Investments nicht haften müssen. Das hat schon Irland in den Ruin geführt und nun droht in Spanien das Gleiche. Darüberhinaus brauchen wir eine Eurozonen-weit koordinierte Vermögensabgabe, um die Mittel für die Schuldentilgung zur erheben. Schließlich sind des einen Schulden immer des anderen Vermögen, und die Vermögenden sind die Hauptprofiteure der ganzen rettungspolitik

  • @peter79

    siehe meine erste Antwort an Berlijoey

    • 23. Oktober
    • 2010ff
    • 14:11:48 Uhr

    Sehr geehrter Herr Schumann,

    wagen Sie doch bitte einen Blick in die Glaskugel...

    In sagen wir 5 Jahren...gibt es dann noch einen Euro? Oder vielleicht zwei?

    Es wird immer wieder von Nord- und Südländern im Euro-Raum gesprochen, die scheinbar auseinander driften. Selbst Heiner Flassbeck sprach unlängst davon, dass es wohl besser sein, dass gescheiterte Modell Euro zu beenden.

    Wie sehen Sie das?

  • @Kapitalismus-macht-krank

    Keine? Die Gewerkschaften und viele Ökonomen haben das von Anfang an gefordert, die Linke sowieso und inzwischen doch auch die Sozen. Das wird schon noch...

  • eine Spezialfrage wg. Griechenland. Warum verkaufen die Griechen ihre Goldreserven nicht, sondern gehen lieber im Norden betteln? Ich traue niemandem von dort auch nur ein ehrliches Wort mehr zu. Hat der Euro nicht eigentlich Europa zutiefst gespalten?

  • @auguste Was genau meinen Sie mit Wirtschaftspolitik? Also ein Punkt hat sich schon geändert: Die völlige Ignoranz gegen den Verteilungswirkungen der jeweiligen Beschlöüsse, wie sie noch unter Rot-Grün und Schwarz-Rot üblich war, ist inzwischen weg. Jetzt wird in den meisten Fällen schon vorher genau gefragt, wer werden die Gewinner, wer die Verlierer sein.

  • Was halten sie von Islands Umgang mit der Krise, die den Großteil ihrer Banken haben pleite gehen lassen undnur die gesunden Teile behalten haben. Die auch nicht mit Sozialkürzungen bei den unteren Schichten oder Privatisierungsarien reagiert haben. Dies steht doch alles diametral den Empfehlungen eines IWF z.b. gegenüber und war anscheinend doch sehr erfolgreich.

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