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Diskutieren Sie mit Harald Schumann

Heute haben Sie, liebe Leserinnen und Leser, ab 14 Uhr die Gelegenheit, mit Tagesspiegel-Wirtschaftsreporter Harald Schumann live zu chatten. Sein Buch "Die Globalisierungsfalle" ist ein Bestseller, und er wird sich zu den ökonomischen Ursachen und vor allem den sozialen Folgen der globalen Finanzkrise äußern. Kann die europäische Schuldenkrise überhaupt gelöst werden - und wenn ja, wie? Ist es richtig, Griechenland weitere Hilfen zukommen zu lassen? Ist das Krisenland noch geeignet für den Euro? Was hat die Politik aus der Finanzkrise gelernt? Ist eine Finanzmarkttransaktionssteuer das richtige Instrument, kommt sie überhaupt? Drohen soziale Unruhen? Sie haben die Möglichkeit, direkt mit Harald Schumann zu diskutieren und ihm Fragen zu stellen. Der Chat wird moderiert, das heißt, jeder Beitrag wird geprüft und dann gegebenenfalls freigeschaltet. Maßgeblich für die Veröffentlichung sind unsere Allgemeinen Community-Richtlinien. zum Artikel

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Archivierte Diskussion - Nachrichten in chronologischer Reihenfolge

  • Sehr geehrter Herr Schumann, es ist schade, dass man nur noch so selten etwas von Ihnen beim Tsp lesen kann.
    Meine Frage: Warum verfügen Banken über derart viel Macht, dass die Politik Ihnen im Prinzip hilflos ausgeliefert ist. Müsste und könnte dies nicht geändert werden, um die nächste Katastrophe zu verhindern? Sind nicht die jetzigen Vorschläge alle nur Pflaster, bringen aber keine Heilung?

  • Der US-Invester Soros möchte zur Eurorettung den Austritt Deutschlands. Wäre es nicht tatsächlich für uns das beste, dies zu tun um dann mit Volkswirtschaften, die zu uns passen (Skandinavien, Niederlande, Österreich u.a.) als nächstes einen Nordeuro zu gründen? Die größte Volkswirtschaft Europas wird sich niemals isolieren, wie uns unsere eurodevoten Politiker weismachen wollen.

  • @julia46
    das liegt daran, dass ich in den letzten 3 Monaten freigestellt war und an einen Film für arte gearbeitet habe, aber ab nächster Woche bin ich wieder zurück..endlich.
    zu Ihrer Frage: Sie haben deshalb so viel Macht, weil sie das Vermögen unserer Gesellschaften verwalten und somit als Interessenvertreter der Vermögenden, also der Einflußreichen auftreten können (Das gilt auch für die großen Versicherungskonzerne. Gegen den Willen der Allianz läuft gar nichts). Ja, das müsste natürlich geändert werden. Das wichtigste wäre eine beschränkung der Größe. Die bisherigen Vorschläge gehen da leider nicht weit genug.

  • Heute wurde über eine Studie "Leben in Europa 2011" und Armut in Deutschland berichtet.
    Wie sehen Sie die Armut in Deutschland und wie bewerten Sie diese?

  • Wirtschaftsweisen sagen: Raus aus dem Euro (HW Sinn), Politiker und Unternehmer sagen: Auf jeden Fall drin bleiben. Was stimmt denn nun?

  • @Berlijoey
    Nein, das halte ich für keinen ausgreiften Vorschlag. Die deutschen Banken und Unternehmen haben gigantische Summen im Billionenbereich in den ärmeren Eurostaaten investierte. Würden diese alle wieder ihre eigene Währung einführen, würden diese gegenüber dem Euro drastisch abwerten und amit würden alle diese ausstehenden Kredite, Investments und sonstigen Assets verlieren. Die Verluste wären gigantisch und würden mit Sicherheit auch die deutsche Wirtschaft in die Knie zwingen.

  • Sehen Sie eine Lösung für die Eurokrise, wie sähe die aus?

  • Der Euro ist aber so nicht zu retten. Die nächsten Zahlungsverpflichtungen für D sind schon abzusehen, Spanien macht den Anfang und dann Italien. Frankreich wird darunter auch zusammenbrechen und dann fällt auch der einzige Riese unter wirtschaftlichen Zwergen. Es kann nicht gutgehen und dann lieber jetzt ein Ende mit Schrecken, meine ich.

  • Vorweg Gratulation zum Ernst-Schneider-Preis, brillianter Artikel! Frage zu einer möglichen Lösung der Euro-Krise: wie beurteilen Sie aus ökonomischer Sicht – unabhängig von der sicherlich schwierigen politischen Umsetzbarkeit – folgenden Lösungsansatz: Deutschland verlässt zusammen mit Skandinavien, Benelux, Österreich den Euro (Perspektive: gleichzeitiges Aufnahmeangebot an Schweiz und Polen) und gründet eine eigene Währung – die verbleibenden Staaten behalten unter der Führung Frankreichs den jetzigen Euro (begleitet würde dies durch massive Schuldenschnitte sowie industriepolitische Hilfs- und Entwicklungsprogramme). Wie schätzen Sie die Kosten dieser Variante gegenüber den langfristigen Kosten der Fortsetzung der bisherigen Rettungspolitik ein - könnte man hier mit einer Gewinnschwelle für die drastische Variante argumentieren?

  • Unsere Gesellschaftsordnung ändert sich zur Zeit massiv - aber verändert sich auch die Wirtschaftspolitik?

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