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Eva Högl zu Gast im Tagesspiegel-Chat

Die 44-Jährige Eva Högl, die zudem Obfrau der SPD im NSU-Untersuchungsausschuss ist, will sich als Berliner Spitzenkandidatin zur Bundestagswahl besonders für "faire Löhne, eine gute Sozialpolitik und bezahlbaren Wohnraum" einsetzen. Außerdem will sich Högl für ein NPD-Verbot, für eine Frauenquote in Führungspositionen und gegen das Betreuungsgeld stark machen. Im Tagesspiegel Chat stellt sich Högl ab 13.30 Uhr eine Stunde lang den Fragen, die Sie direkt stellen können. zum Artikel

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Archivierte Diskussion - Nachrichten in chronologischer Reihenfolge

  • Hallo. Von mir werden Sie kein "Linken-Bashing" - wie Sie es bezeichnen - hören. SPD und Linke haben in Berlin erfolgreich regiert. Auf der Bundesebene stellen sich andere Fragen zB nach Europa und einer verlässlichen Außenpolitik. Ich bin dafür, über Zusammenarbeit, Koalitionen und alles weitere nach dem 22. September zu diskutieren, wenn wir das Wahlergebnis kennen. Herzliche Grüße!

    Quote Sehr geehrte Frau Högl,

    wird es je dazu kommen, dass die SPD (und die Grünen) auf der Bundesebene ein pragmatisches Arbeitsverhältnis zu der Linken entwickeln können?

    Anders gefragt: Wie wollen Sie je eine glaubwürdige Politik zum Beispiel etwa zur Durchsetzung des gesetzlichen Mindestlohns umsetzen, wenn Sie die natürlichen Verbündeten in solchen Fragen boykottieren? Oder kommt er dann auf Wiedervorlage zum Sankt-Nimmerleins-Tag?
  • Frau Högl , das Parlaments Fernsehen überträgt auch Aussschutzsitzungen aber nie die vom parl.Kontrollausschuss ( NSA usw) ..meinen Sie dass dies Vertrauen schafft in der Bevölkerung wenn man gerade dem Souverän gegenüber Geheimnisse hat ?? Besonders gerade in der NSA Affäre ??

  • Hallo. Nein, niemand aus dem NSU-Untersuchungsausschuss hatte vor November 2011 die Ahnung oder Vermutung, dass die Mordserie von Rechtsextremen begangen wurde. Diese Vermutung wurde nur einmal - im Frühjahr 2006 - von der bayerischen Polizei geäußert - und leider bei den Ermittlungen nie wirklich als mögliches Motiv gesehen. Herzliche Grüße!

    Quote Thema NSU.
    Die Mordkette war ja aus der Presse bekannt. Hatten Sie oder einer iÍhrer Kollegen aus dem Untersuchungsausschuß vorher, also bevor die NSU bekannt wurde, die Vermutung, es könnte sich um Morde von Nazis handeln? Wenn nein, warum nicht?
  • Sie würden also eine Koalition niht generell ausschliessen ? denke sowieso dass man erst mal ausloten müsste zu welchen Kompromissen die Linken bereit wären

    Quote Hallo. Von mir werden Sie kein "Linken-Bashing" - wie Sie es bezeichnen - hören. SPD und Linke haben in Berlin erfolgreich regiert. Auf der Bundesebene stellen sich andere Fragen zB nach Europa und einer verlässlichen Außenpolitik. Ich bin dafür, über Zusammenarbeit, Koalitionen und alles weitere nach dem 22. September zu diskutieren, wenn wir das Wahlergebnis kennen. Herzliche Grüße!
    • 11. September
    • ach
    • 13:49:10 Uhr

    Wenn Ihnen die Verläßlichkeit in Außen- und Europapolitik so wichtig ist, heißt dies, daß Sie auch eine Koalition mit der CDU ausschließen? Immerhin wurde Frau Merkel aus den Reihen der SPD gerade für ihren Zick-Zack-Kurs kritisiert.

  • Hallo. Ich setze mich gemeinsam mit der SPD dafür ein, dass mehr Ausschuss-Sitzungen des Deutschen Bundestages öffentlich übertragen werden. In Bezug auf die Geheimdienste ist unsere zentralen Forderung, dass diese besser als bisher parlamentarisch kontrolliert werden müssen. Helfen Sie mit, dass sich diese Auffassung durchsetzt! Herzliche Grüße!

    Quote Frau Högl , das Parlaments Fernsehen überträgt auch Aussschutzsitzungen aber nie die vom parl.Kontrollausschuss ( NSA usw) ..meinen Sie dass dies Vertrauen schafft in der Bevölkerung wenn man gerade dem Souverän gegenüber Geheimnisse hat ?? Besonders gerade in der NSA Affäre ??
  • Nein, ich schließe heute nichts aus. Das wäre auch dumm. Denn wir alle kennen das Wahlergebnis nicht. Nach dem 22. September werden wir sehen, was die Wähler/-innen entschieden haben. Dann sehen wir weiter. Einverstanden?

    Quote Sie würden also eine Koalition niht generell ausschliessen ? denke sowieso dass man erst mal ausloten müsste zu welchen Kompromissen die Linken bereit wären
    • 11. September
    • txd
    • 13:52:15 Uhr

    Frau Högl,
    in meiner Gegend (Mitte) werden eindeutig denkmalgeschützte Gebäude mit Skyloft-Etagen überbaut, so dass die neuen Luxusbewohner wie vom Oberdeck eines grotesken, historisierenden Kreuzfahrtschiffes auf die sie umgebende Nachbarschaft blicken. Bezirksbürgermeister Carsten Spallek rechtfertigt das Projekt zynisch indem er formuliert, dass sich der Aufbau "insofern auf das geschützte Baudenkmal bezieht, indem es sich davon abhebt".
    Wie halten Sie es mit dem Denkmalschutz Frau Högl?

  • Ha. Diese Frage gefällt mir :-) Ich schließe erstmal nichts aus und freue mich auf ein gutes Wahlergebnis für die SPD am 22. September. Trotzdem zu Ihrer Frage: Der Merkel-Westerwelle-Zickzack-Kurs ist sehr zu kritisieren zB bei Lybien, jetzt Syrien. Verlässlichkeit sieht in der Tat anders aus!

    Quote Wenn Ihnen die Verläßlichkeit in Außen- und Europapolitik so wichtig ist, heißt dies, daß Sie auch eine Koalition mit der CDU ausschließen? Immerhin wurde Frau Merkel aus den Reihen der SPD gerade für ihren Zick-Zack-Kurs kritisiert.
  • Hallo. Der Denkmalschutz erfüllt eine sehr wichtige Aufgabe bei der wichtigen Abwägung zwischen Erhalt und Erneuerung. Ich halte überhaupt nichts davon, alles konservieren zu wollen, Berlin ist eine Stadt die sich ständig verändert. Aber selbstverständlich müssen der Modernisierung sinnvolle Grenzen gesetzt werden. Bisher hatte ich den Eindruck, dass das in Berlin ganz gut gelingt. Ich vertraue den Denkmalschützerinnen und - schützern sehr und unterstütze sie bei ihrer wichtigen Arbeit. Herzliche Grüße!

    Quote Frau Högl,
    in meiner Gegend (Mitte) werden eindeutig denkmalgeschützte Gebäude mit Skyloft-Etagen überbaut, so dass die neuen Luxusbewohner wie vom Oberdeck eines grotesken, historisierenden Kreuzfahrtschiffes auf die sie umgebende Nachbarschaft blicken. Bezirksbürgermeister Carsten Spallek rechtfertigt das Projekt zynisch indem er formuliert, dass sich der Aufbau "insofern auf das geschützte Baudenkmal bezieht, indem es sich davon abhebt".
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