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Flughafen-Experte Christian Tretbar ab 13 Uhr im Chat

Kann Klaus Wowereit trotz der Flughafen-Pleite Regierender Bürgermeister bleiben? Wie wird sich die CDU verhalten? Was heißt das alles für die Bundes-SPD? Und wie geht es weiter mit der Großbaustelle BER? Wird es überhaupt etwas mit einer Eröffnung im Jahr 2014? Christian Tretbar ist Mitglied unserer Parlamentsredaktion und Stellvertretender Redaktionsleiter Online. Er begleitet das Thema BER seit Monaten, und mit ihm können Sie, liebe Leserinnen und Leser, die aufgeworfenen Fragen im Live-Chat diskutieren. Christian Tretbar freut sich am heutigen Mittwoch von 13 bis 14 Uhr auf Ihre Fragen in unserem Chat. Er ist bereits ab 12:30 Uhr freigeschaltet, damit Sie Ihre Fragen stellen können. Wir freuen uns auf Ihre rege Beteiligung! zum Artikel

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Archivierte Diskussion - Nachrichten in chronologischer Reihenfolge

  • Liebe Leserinnen und Leser, herzlich willkommen in unserem Chat zum BER-Debakel. Das schöne an dem traurigen Thema ist ja, das es nahezu täglich oder besser stündlich etwas Neues gibt. Jetzt gerade: Das Bundesfinanzministerium will angeblich Platzeck nicht als neuen Aufsichtsratschef und der Berliner SPD-Chef Jan Stöß hat bestätigt, das Wowereit am Wochenende zurücktreten wollte, aber von ihm und SPD-Chef Gabriel davon abgehalten wurde. Na dann, lassen Sie uns dikutieren, ich bin sehr gespannt auf Ihre Beiträge!

  • Ich möchte die Probleme mit dem BER aufteilen: Da sind zum Einen die erschreckenden Baumängel der Baufirmen. Die finanziellen Schäden übernehmen ja wohl auch hier die jeweiligen Versicherungen. Oder?
    Zum Zweiten war/ist die Planungsvorbereitung, Planungsausarbeitung und Planungsanpassung ein Desaster. Hier werden hoffentlich Gerichte entscheiden, wer für welche Krise verantwortlich ist/war und haftet.
    Zum Dritten ist da unsere Politik, bzw. sind da "unsere" PolitikerInnen. Herr Wowereit hat tatsächlich wahr gesprochen und hat zugegeben, nicht weiter zu wissen. Wie hoch sind die Chancen, dass sich die Parteien zusammensetzen und gemeinsam Lösungen ausarbeiten? Die Voraussetzungen und Chancen für eine überparteiliche Gemeinschaftsarbeit stehen beim BER so gut wie nirgends sonst. der BER könnte eine völlig neue Art der politischen Arbeit in Berlin und Brandenburg entstehen lassen: Statt Mißtrauensanträge eine gemeinsame Verantwortlichkeit. Der BER als Chance für die Parteien?

  • @auguste Auf den ersten Blick haben Sie, was die überparteiliche Zusammenarbeit angeht im Prinzip recht. Die Vorraussetzungen sind sehr gut, weil fast alle Parteien - bis auf die Grünen im Boot sind. Entsprechend sind es bisher auch vor allem die Grünen, die klassische Oppositionsarbeit bei diesem Thema betreiben. Aber man darf den zeitlichen Kontext nicht außer Augen lassen - und die handelnden Personen. In zwei Wochen wird in Niedersachsen gewählt, im September im Bund - das verleitet zur parteipolitischen Instrumentalisierung des Themas. Außerdem spielt beim Bund Peter Ramsauer eine wichtige Rolle, der dazu neigt, Themen in schnellen Schlagzeilen zu denken und für den Bayern ist das Berliner Desaster ein gefundenes Fressen. Deshalb bin ich skeptisch, was die Suche nach einem wirklich parteiübergreifenden Konsens angeht.

  • Das Haupt- und Grundproblem ist die Einflußnahme der Politik in den Bau- und Managementprozess am Flughafen, z.B. Wieso hält her Wowereit so lange an Herrn Schwarz fest? Welche Kungeleien stehen hier dahinter? Ist die Auftragsvergabe an Bauunternehmen korrekt gewesen? Wurde hier vielleicht mehr Unterstützung der Politik als auf fachgerechte Arbeit und Ausführung geachtet? Das "stinkt" doch alles zum Himmel, was hier abgelaufen ist und der Imageschaden sowie die Nebenwirkungen aller Betroffenen (Baufirmen, Investoren, Arbeitsplätze) ist enorm.
    Es müsste grundsätzlich entschieden werden, dass politische Verantwortung für Großprojekte nicht in der bei der Politik liegt, sondern nur unter deren Kontrolle!

  • Anmerkung der Moderation: Liebe Leser, mit der Bitte um etwas Geduld. Ihre Fragen werden nach und nach freigeschaltet. Beste Grüße, Atila Altun

  • Hallo Herr Tretbar, halten Sie es für verTretbar (sorry, ich konnte nicht widerstehen), daß der peinlichste aller Berliner (Tip), also der Hauptverantwortliche für die peinlichste Baustelle Deutschlands (ZDF, u.a.) weiterhin eine wie auch immer geartete Verantwortung für Berlin wahrnehmen darf?

  • @uwepietz Ich gebe Ihnen recht: Es gibt etliche Ungereimtheiten bei diesem Projekt und es stellt sich die Frage, wie sich Politik hier verhalten soll und da bin ich etwas anderer Auffassung als Sie. Ein Flughafen ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge und da sollte die Politik durchaus mindestens mitreden. Und ich bin skeptisch, ob ein rein privater Generalunternehmer das so viel besser hinbekommen hätte - siehe Hochtief bei der Elbphilharmonie in Hamburg. Was man der Politik allerdings vorwerfen kann, das sie eben ihrer Kontrollfunktion nicht richtig nachgekommen ist. Wer beim Brandschutz einer "Mensch-Maschinen-Lösung" zustimmt, dem ist der gesunde Menschenverstand abhanden gekommen. Hinzu kommt, dass der Vorsitzende des Kontrollgremiums sich voll auf diesen Posten konzentrieren muss, gerade wenn das Projekt in der Krise ist, das kann ein Regierungschef aber nicht - egal, ob aus Berlin oder Brandenburg. Deshalb mein Plädoyer: Politiker im Aufsichtsrat eines öffentlichen Projekts ja, aber nicht an der Spitze!

    • 09. Januar
    • cz284
    • 13:17:09 Uhr

    Platzeck ist technisch genau so unfähig wie Wowi. Da muß ein richtiger Fachmann aus einem Führungskreis der Wirtschaft ran.
    Statt des Namens von W.Brandt sollte der BER nach seiner Inbetriebnahme 2020 den Namen der unvergessenen Regine Hildebrandt tragen, denn unter ihrer Ägide wär das alles nicht passiert.

  • Ich halte die Politikerschelte für extrem überzogen. Das ist mir zu einfach und vor allem ist profitiert doch niemand davon wenn Wowereit jetzt geht. Wowereit ist auch nicht verantwortlich sondern mit-verantwortlich und das ist ein großer Unterschied.
    Wowereit kann nur über das Entscheiden was Ihm die sog. Experten vorlegen. Hier scheint ja wohl der Hase im Pfeffer zu liegen.
    Was ist mit den deutschen Top-Unternehmen los, was ist mit den Verantwortlichen Betreibergesellschaft los, die ja die Fäden in der Hand halten sollten.
    Mir scheint so als wäre Wowereit kräftig an der Nase rumgeführt worden.
    Und einfach verantworltliche Unternehmen zu kündigen (was ja quasi als Konsequenz gefordert wird) hat ja bei Hoch-Tief auch alles andere als zu einer Verbesserung geführt.
    Also so einfach wie gelegentlich der Eindruck entsteht ist das nicht.
    Mich würde nur interessieren wer mit der Qualitätssicherung des Gesamtprozess beauftragt ist. Das habe ich bis heute nicht verstanden.

  • Falls es auf der Großbaustelle BER nichts mehr zu retten gibt, es also mit dem Großflughafen an dieser Stelle überhaupt nicht mehr klappt, welche Alternativen gibt es?

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