dpa

Verdi-Chef Bsirske im Live-Chat

Ist der Abschluss im öffentlichen Dienst gerechtfertigt? Welche Abschlüsse stehen noch aus? Wie steht Verdi zu Mindestlohn und Minijobs? Frank Bsirske ist Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Im Tagesspiegel-Chat stellt er sich am Donnerstag von 13 bis 14 Uhr Ihren Fragen. zum Artikel

Diese Diskussion ist archiviert. Sie können Beiträge noch nachlesen, aber nicht mehr aktiv mitschreiben.

Archivierte Diskussion - Nachrichten in chronologischer Reihenfolge

    • 28. März
    • Prak
    • 12:49:38 Uhr

    Der Tarifvertrag Einzelhandel wurde von Arbeitgeberseite gekündigt. Wie geht es von Gewerkschaftsseite aus weiter?

  • Sehr geehrter Herr Bsirske,
    der DGB fordert seit langem einen Mindestlohn i.H. von 8,50€ p.h.. Nun heißt es laut mehrerer Studien aber: Selbst wer 10€ p.h. verdient hat es später schwer von seiner Rente zu leben, bzw. nicht in Armut zu leben. Ist ein Mindestlohn von 8,50€ nicht zu gering? Müssten es nicht mehr sein?

    • 28. März
    • 2010ff
    • 12:57:51 Uhr

    Sehr geehrter Herr Bsirske,

    was halten Sie von dem politischen Instrument des Generalstreiks?

  • Hallo liebe Tagesspiegel-Leser,

    ich freue mich auf eine gute Debatte mit Ihnen in der kommenden Stunde und auf Ihre Fragen rund um Tarifverhandlungen, Mindestlohn oder Minijobs.

    Legen wir los!

  • Die Bezieher von ALG II haben kaum eine Interessenvertretung.
    Warum vergessen die Gewerkschaften diese Menschen?
    Ist Hartz 4 nicht die Grundlage von Dumpinglohn?

  • BetrVG noch zeitgemäß? Ich habe das Gefühl, dass das BetrVG auf dem Stand der 50-70 Jahre stehen geblieben ist und sich mehr auf Indusrieunternehmen moderne Unternehen aus der Dienstleistung anwenden lässt. (Die z.B. keine eigenen Produktionsstätten haben, nur Selbstständige beschäftigen oder keine festen Arbeitszeiten haben)

  • 28. März
    argonaut123
    Kommentieren13:02:18 Uhr

    "sich mehr auf (altmodische) große Indusrieunternehmen als auf moderne Unternehen aus der Dienstleistung anwenden lässt."

    muss es natürlich heißen

    Quote Die Bezieher von ALG II haben kaum eine Interessenvertretung.
    Warum vergessen die Gewerkschaften diese Menschen?
    Ist Hartz 4 nicht die Grundlage von Dumpinglohn?
  • Warum setzt sich Ihre Gewerkschaft nicht nachhaltiger für eine faire Bezahlung der Beamtinnen und Beamten des Landes Berlin ein ?

  • In der Tat, mit Ausnahme von Hamburg, haben die Arbeitgeberverbände in allen Bundesländern alle Tarifverträge - Entgelt- wie Manteltarifverträge - gekündigt, ein beispielloser Vorgang, der auf einen Großkonflikt hindeutet. Zur Disposition stehen damit beispielsweise die Länge der Arbeitszeit, die Urlaubsdauer, der Anspruch des Jahresurlaubs und alle Zuschläge. Wer bis zum Zeitpunkt des Auslaufens des Tarifvertrags - je nach Bundesland i. d. R. Ende April/Mai - noch Verdi-Mitglied geworden ist, kommt in den Genuss der Nachwirkung des Tarifvertrags, behält also alle bisherigen tariflichen Rechte.

    Ich kann den Kolleginnen und Kollegen im Einzelhandel nur raten, soweit sie es nicht heute schon sind, bis zu diesem Zeitpunkt
    Verdi-Mitglied geworden zu sein, denn was anschließend an die Stelle der bisherigen Tarifregelung treten wird, ist offen und könnte ggf. erst im Ergebnis eines großen Arbeitskampfes durchgesetzt werden.
    Darauf bereiten wir uns zurzeit in Verdi und mit unseren Kolleginnen und Kollegen in der Branche vor.

    Quote Der Tarifvertrag Einzelhandel wurde von Arbeitgeberseite gekündigt. Wie geht es von Gewerkschaftsseite aus weiter?
    • 28. März
    • 2010ff
    • 13:09:31 Uhr

    Meine zweite Frage wäre:

    Wie bewerten Sie nach 10 Jahren die Agenda 2010, speziell die Tätigkeit der Agentur für Arbeit.
    Ich nehme es so wahr, dass im Regelkreis AlG I durchaus eine aktivierende Förderung der Kurzzeitarbeitslosen stattfindet, während im Regelkreis AlG II die Langzeitarbeitslosen weitgehend mit 1-Euro-Jobs abgespeist werden. Gelder für Umschulung/Qualifzierung von Langzeitarbeitslosen werden im Haus von Frau von der Leyen eingespart. Ihnen wird damit eine Berufs- und damit eine Lebensperspektive geraubt.

    Ich werte dies als 2-Klassen-Gesellschaft auf dem Arbeitslosenmarkt. Wie ist Ihre Einschätzung und - befürworten Sie die "Hartz-Gesetzgebung"?

  • Nächste Seite anzeigen