dpa

Diskutieren Sie mit Andrea Dernbach

Verschwinden westliche Werte unterm Kopftuch? Oder hat die Kanzlerin Recht, die Thilo Sarrazins Buch "nicht hilfreich" nannte, das die Abschaffung Deutschlands an die Wand malte und die vielen "Kopftuchmädchen" beklagte? Andrea Dernbach schreibt im Tagesspiegel über Religions- und Geschlechterpolitik, Migration, Integration / Exklusion, Ungleichheit und sozialen Wandel. Darüber können Sie heute ab 14 Uhr im Tagesspiegel-Chat mit unserer Politikredakteurin diskutieren! zum Artikel

Diese Diskussion ist archiviert. Sie können Beiträge noch nachlesen, aber nicht mehr aktiv mitschreiben.

Archivierte Diskussion - Nachrichten in chronologischer Reihenfolge

  • Sehr geehrte Frau Dernbach

    Wenn in Ihren Artikeln etwa von „Milli Görüs“ die Rede ist, dann bspw. als „einer der größten muslimischen Vereinigungen“ oder „muslimisch-konservativen Gemeinschaft“.

    Kein Wort darüber, dass Milli Görüs dem Verfassungsschutz als größte der islamistischen Vereinigungen gilt, antidemokratisch ausgerichtet und mit antisemitischen Zügen, warum?

  • @hades.reloaded Weil ich dem Verfassungsschutz da wenig traue, lieber hades.reloaded. Ich kann ausführlicher werden, wenn Sie mögen. Aber vielleicht genügt der Hinweis auf die Verdienste des Verfassungsschutzes in der NSU-Mordserie?

  • @ Andrea Dernbach

    Ihre beiden großen Themen, zu denen Sie publizistisch tätig werden, sind "Islam" und "Rassismus". Ihnen liegt die muslimsche Community offenbar so sehr am Herzen, dass Sie bei jedem Konflikt, der mit der autochthon-deutschen Bevölkerung entsteht, den Deutschen regelmäßig tiefsitzenden Rassismus unterstellen.

    Können Sie sich vorstellen, dass dieser Vorwurf auf viele Leser provozierend und ungerecht wirkt, wie auch Ihre offenkundige Weigerung, "Deutschenfeindlichkeit" und Antisemitismus unter vielen Migranten zur Kenntnis zu nehmen?

  • @mathis_der_maler Derart in Bausch und Bogen unterstelle ich keinen Rassismus. Aber ja, ich sehe ja, wie viele sich in Leserzuschriften dadurch provoziert fühlen - dazu brauche ich wenig Vorstellungskraft :-) Was meinen Sie aber mit meiner angeblichen Weigerung, Antisemitismus unter Migranten zu sehen? Der Begriff der Deutschenfeindlichkeit bedürfte noch einer eingehenden Debatte - wir können ja sehen...

  • @ Andrea Dernbach

    Ich habe beispielsweise von Ihnen kein Wort zu dem unsäglichen Angriff auf Rabbi Alter gelesen. Das ist für Sie kein Thema. Dass unter manchen arabischen und türkischen Jugendlichen eine massive Judenfeindlichkeit herrscht, ist für Sie kein Thema. Allein die Feststellung wäre für Sie ein weiterer Nachweis für Rassismus. Das hinterlässt bei mir einen bitteren Nachgeschmack. Ich sehe sehr wohl, wozu Sie sich äußern und wozu nicht.

  • @mathis_der_maler 14:12 Ob Sie's glauben oder nicht: Dieser Angriff, den ich wie vermutlich Sie auch, für abscheulich halte, fiel in meinen dieses Jahr sehr späten Urlaub. Ich habe im Tagesspiegel zu diesem Thema dann aber zurückgeblättert, als ich wieder in Berlin war. Und war sehr zufrieden mit dem, was dazu in meinem Blatt stand. Wäre ja traurig, wenn ein/e einzige/r Redakteur/in jedes Thema beackern müsste, oder?

  • Haben Sie jemals daran gedacht, mit Ihrer Einstellung gegenüber dem Islam genauso falsch zu liegen, wie viele Linksliberale in den achtzigern gegenüber der DDR falschlagen. Stichwort Anti -Anti- kOMMUNISMUS.
    Jede berechtigte Kritik an der DDR wurde z.B. in der ZEIT weggebügelt, relativiert etc. Keine Angst bei Ihnen, mit der wohlwollenden Grundhaltung gegenüber dem Islam falsch zu liegen, gerade vor dem Hintergrund der weltweiten Radikalisierung im Islam.

  • @schmiddude Ich habe da schon das Problem, von DEM Islam zu sprechen. Wer oder was ist das und wer oder was radikalisiert sich da weltweit? Die Leute, die sich mit dem Ruf "Gott ist groß" in New Yorker Wolkenkratzer stürzen? Oder die, die hier in Deutschland und anderswo friedlich ihren Lebensunterhalt verdienen, der Lehrer, die Professorin - ja, die gibt es alle", der Gemüsehändler, die Schneiderin? Auf jeder Seite gibt es Leute, die für sich in Anspruch nehmen, Muslime, auch gläubige, zu sein. Aber weil das, was sie tun, sich so dramatisch unterscheidet, hilft der Begriff Islam aus meiner Sicht wenig weiter.

  • @ Andrea Dernbach

    Letzte Nachfrage: Die (sich häufenden?) Angriffe türkisch-arabischer Jugendlicher auf Randgruppen, Wehrlose und andere Opfer (Juden, Schwule, Christen, Betrunkene) waren für Sie aber noch nie Anlass zum Kommentieren. Es scheint doch eher so, dass Sie diese Gruppe aus Gründen einer multikulturellen Verklärung gerne in Schutz nehmen und Ihnen ausschließlich die schlimmen deutschen Rassisten Sorge bereiten. Wenn etwa 70 % der Berliner Intensivtäter aus dem türkisch-arabischen Milieu stammen, ist Ihnen das keine Meinung wert. Warum?

  • @mathis_der_maler Gegenfrage: Haben Sie das Gefühl, dass das im Tagesspiegel nicht ausreichend kommentiert wird? Und noch eine Frage aus persönlicher Neugier: Hindemith-Fan?

  • Nächste Seite anzeigen