Tagesspiegel

Diskutieren Sie mit Stephan-Andreas Casdorff

2013 steht ein Super-Wahljahr bevor mit verschiedenen Landtagswahlen und der Bundestagswahl als Höhepunkt. Über die Ausgangssituation können Sie live mit Tagesspiegel-Chefredakteur Stephan-Andreas Casdorff diskutieren. Wollte die FDP ein sozialliberales oder ein Ampelbündnis anstreben, müsste sie jetzt die Koalition mit der Union platzen lassen, schreibt Casdorff in seinem Kommentar. Warum? Hat er überhaupt recht? Und wer kann Angela Merkel noch gefährlich werden? Peer Steinbrück als Kanzlerkandidat der SPD etwa? Und ist die CDU nach Stuttgart nicht mehr in der Lage in Großstädten zu gewinnen? Sie haben eine Stunde lang die Möglichkeit, mit Casdorff zu diskutieren und ihm Fragen zu stellen. Der Chat wird moderiert, das heißt, jeder Beitrag wird geprüft und dann gegebenenfalls freigeschaltet. Maßgeblich für die Veröffentlichung sind unsere Allgemeinen Community-Richtlinien. zum Artikel

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Archivierte Diskussion - Nachrichten in chronologischer Reihenfolge

  • Mir ist die Debatte um die FDP zu spekulativ. Und übrigens nur aus Sicht von Steinbrück wirklich interessant.
    Die FDP führt demnächst einen Überlebenskampf. Den kann sie nur bestehen, wenn sie bei ihren "bisherigen Werten" bleibt. Jetzt die Pferde zu wechseln, jetzt auch nur anzudeuten, sie könnte auch mit der SPD ... da verliert sie eigene Wähler und Leihstimmen, ohne jemand positiv von sich zu überzeugen.

    Die Partei muss sich grundlegend erneuern. In Bezug auf die nächste BT-Wahl ist es dafür zu spät.

  • Hallo zusammen, nun sitz' ich hier und bin gespannt, freu' mich auch. Nur eines vorab: Das Orakel von Delphi bin ich nicht... Keiner hat ein Monopol auf die Wahrheit, nicht wahr.
    Also dann.

  • Guten Tag Herr Casdorff, welche Bedeutung messen sie der fdp nach all ihren Verfehlungen zu? Glauben sie das die fdp noch einen berichtenswerten beitrag zur Gesellschaft leistet?

  • Hallo, mich würde interessieren wo Sie die Unterschiede in der europäischen Fiskalpolitik zwischen Kanzlerin Merkel und Peer Steinbrück sehen?

    • 22. Oktober
    • 2010ff
    • 14:03:28 Uhr

    Sehr geehrter Herr Casdorff,

    ist ein exponierter Mann der "Mitte" wie Peer Steinbrück ein geeigneter Gegenkandidat für Bundeskanzlerin Merkel? Ein paar Linke gibt es wohl auch noch in der SPD.
    Wird es nicht so werden, dass einerseits innerhalb der SPD große programmatische Spannungen entstehen, während Steinbrück andererseits in der "Mitte" - dem Terrain von Merkel/Seehofer - kaum punkten kann?

    Ist für die SPD bei der Bundestagswahl mehr drin als wieder Juniorpartner von "Mutti"?

  • @wattwandern - Die FDP hat dann eine Bedeutung,wenn sie ich dem wahren Liberalismus verpflichtet (fühlt), was heißt: Nicht nur neolberal zu sein, sondern im besten Sinn radikal liberal. Datenschutz, im Übrigen, gehört dazu... Aber das nur mal so zwischendurch. Soziales war auch immer ein Kernpunkt liberalen Denkens, so unter Generalsekretär Karl-Hermann Flach Anfang der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Ja, so lang ist das schon her...

  • vielen Dank, ... ich nehm das mal als ja - sie halten die fdp für wichtig ;). Ich hoffe dagegen sehr das die Zeit der Kanzlermacher durch die fdp endgültig vorbei ist - wenn es die fdp dabei gleich mit erledigt - kein Verlust... keine ander Partei bestahl mehr die Gesellschaft...

  • Hallo Herr Casdorff,
    wird es vor der Bundestagswahl noch zu einem Putsch gegen Rösler kommen?
    Welche Auswirkungen hätte dies für das Wahlergebnis und evtl. Koalitionen?
    Kubicki und Lindner hätten erstaunlicherweise ein 8% Potential, wohlmöglich rauchen die zuviel!?
    Könnte dies zur Fortführung von Schwarz/Gelb reichen?

  • @glockenschlag - Im Ton! Merkel moderiert die Fiskalunion herbei, Steinbrück neigt eher nicht dazu. Moderieren gegen kommandieren... Aber das ist eher eine Ästhetik des Auftretens. Wichtiger: Steinbrück war sehr früh für Hilfe an die Griechen. Sein Argument lautete: Wir hatten 1500 Milliarden für die deutsche Einheit, haben aber nicht 15 Milliarden für die europäische Einigung? Obwohl wir Deutsche Europa die Vereinigung verdanken... Das klingt doch auch moderat, oder?

  • @2010ff - Ja, nur in der Mitte kann Steinbrück von Nutzen für die SPD sein. Das kann man von amerikanischen Wahlen lernen, siehe nach bei Bill Clinton: It's the economy, stupid. Davon versteht S was, keine Frage. Und er muss über die Partei hinausreichen, in den Bereich, der CDU aus Verlegenheit wählt. Für die Linken sind andere da, der Parteichef, die Generalsekretärin. Das ist ja auch der Wert der Troika.

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